Rezension: Du bist mein Tod von Claire Kendal

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Ein Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt: der Traum einer jeden Frau. Doch für Clarissa ist es ein Alptraum. Denn sie will seine Geschenke, seine Blumen, seine Nähe nicht. Nirgends ist sie mehr sicher. Er lauert ihr auf, Tag und Nacht. Aber keiner erkennt die Gefahr, selbst ihre beste Freundin nicht. Für alle anderen sieht es aus wie die große Liebe. Was sie auch macht, sie kann sich nicht wehren, er kommt ihr näher und näher.


„Gehen Sie nicht zur Polizei, solange Sie keine eindeutigen Beweise in der Hand haben. – Rechnen Sie damit, dass die Polizei nicht viel für Sie tun kann.“ (Seite 161)

Mein Fazit
Stalking – ein ernstzunehmendes Thema, welches in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen hat.

Kein Gang ohne Beobachtung und Verfolgung. Der Müll wird durchsucht. Das Altpapier nach Adressen von Familienangehörigen durchforstet. Das Opfer von Freunden zu isolieren, ist unter anderem das Ziel des Stalkers.

So ernst und schwerwiegend das Thema auch ist, konnte ich zur Protagonistin leider keine Nähe aufbauen, sie blieb für mich fremd und fern. Ihr Tagesablauf wurde wieder und wieder beschrieben, was mich nach gewisser Zeit langweilte. Weiterlesen

Rezension: Der Keller von Minette Walters

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Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde …


„Sie hatte so lange geschwiegen, dass das Sprechen eher eine Last war. Es war einfacher, im Kopf zu leben, als ihre steifen, schwerfälligen Lippen zu bewegen, um Wörter zu bilden.“ (Seite 81)

Mein Fazit
Drama Baby. Die kleine versklavte Muna. Weggeholt aus einem afrikanischen Heim. Gehalten wie ein Tier im Keller. Sprecherlaubnis wurde ihr nie erteilt. Das Objekt für körperliche Gewalt und sexuelle Befriedigung. Für dumm befunden, jedoch zum kochen, waschen und putzen perfekt geeignet. Niemand der Nachbarn weiß, dass in diesem Haus ein kleines Mädchen lebt. Weiterlesen

Rezension: Racheherbst von Andreas Gruber (Band 2)

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Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden …


„Skorpione. Bei Tageslicht verkrochen sie sich und blieben mystisch im Verborgenen, aber nachts kamen sie heraus. Sie waren nur bei Dunkelheit zu sehen – wie auf seinem Körper.“ (Seite 221)

Mein Fazit
Ich wusste gar nicht, dass es Tätowierungen gibt, die man bei Tageslicht nicht sieht, im Dunkeln jedoch leuchten. Das Rezept dazu gibt es hier (im Buch): Menschenblut, Antigerinnungshemmer, Phospor und Tätowierfarbe…alles gemischt, abrakadabra und ab zum Tätowierer deines Vertrauens. Das dafür jedoch einige Menschen sterben müssen, ist dann nicht mehr so originell. Weiterlesen

Rezension: Die Dreizehnte von John Everson

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Blutige Ritualmorde in den Kellergewölben hatten das Hotel Castle House einst in Verruf gebracht. Doch Jahrzehnte später, als man dort ein Sanatorium für Schwangere eröffnet, scheint der Fluch der Vergangenheit endlich besiegt zu sein. Aber dann verschwinden immer mehr junge Frauen aus den benachbarten Orten …

Die Suche nach seiner vermissten Freundin führt David Shale nach Castle House. Dort entdeckt er eine verwitterte Holztür, gekennzeichnet mit einem roten X. Als er sie öffnet, betritt David ein okkultes Reich voller sadistischem Sex und qualvollem Sterben …


Mein Fazit
Eine Rezension weniger Worte. Kurz & knackig.

Ein Radsportler à la Jan Ullrich fährt einem netten Mädel vor’s Auto. Oder sie fährt ihn an? Ich weiß es nicht mehr so genau. Auch egal, denn er mag sie, und findet sie toll. Doch dann ist sie verschwunden und er macht sich auf die Suche nach ihr. Wer suchet, der findet. Weiterlesen

Rezension: Mein Tod ist dein von Debbie Howells

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Ein idyllisches Dorf auf dem englischen Land: Als die 18-jährige Rosie Anderson verschwindet, will zunächst niemand an ein Verbrechen glauben. Bis das Mädchen erstochen aufgefunden wird. Allerdings ist der Fall äußerst rätselhaft, denn wer sollte ein Motiv gehabt haben? Die Ermittlungen geraten schnell ins Stocken, alle Spuren verlaufen im Sand.

Kate, eine Nachbarin der Familie, hat selbst eine Tochter in Rosies Alter und bezweifelt als Einzige, dass der Mord die Tat eines Fremden war. Sie versucht, den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Als sie anonyme Drohungen erhält, wird klar, dass jemand die Wahrheit um jeden Preis vertuschen will …


„…wie fragil Herzen sind. Man kann sie nicht endlos brechen. Irgendwann verwandeln sie die lebenden Zellen, die es zusammenhalten, in totes, kaltes Narbengewebe, das nicht länger fühlen kann. Das nicht mehr lieben kann.“ (Seite 98)

Mein Fazit
Man blickt hinter die Kulisse trauriger Kinderseelen, die nie echte Liebe, Wärme und Geborgenheit erfuhren. Eltern, die nur auf Ruhm, Reichtum und Ansehen wert legen. Hauptsache nach außen strahlen und etwas darstellen wollen, doch nach innen glanzlos, einsam und traurig. Die Möchtegern perfekte Familie.

Joanna, Mutter der toten Rosie, gezeichnet von Schönheits-OPs, nur um ihrem Mann zu gefallen, der sie jedoch wie Dreck behandelt. Ihre Seele so kaputt wie eine zerbrochene Weinflasche, deren Inhalt ihre Leber nur zu gut kennt. Weiterlesen

Rezension: Wenn du mich tötest von Karen Winter

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Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig.

Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren …


„Angst war ein gefährlicher Trigger. Sie wusste es, und er wusste es.“ (Seite 274)

Mein Fazit
Über die Entwicklung der Titel von Büchern staune ich mehr und mehr. Früher waren sie nicht so brutal formuliert, oder? Hießen sie da „Die Firma“, „Schweigen der Lämmer“, „Friedhof der Kuscheltiere“ oder irgendwie so ähnlich. Doch heute beinhaltet jeder dritte Thriller-Titel „töte, sterbe, Blut…“ auch die Literatur geht wohl mit der Zeit…

Nun zum Buch: kurzweilig und spannungsaufbauend. In der Psyche und der Vergangenheit von Julian wird gewurschelt und ach du je, seine Exfrau ist (auch) tot. Weiterlesen