Rezension: Sie nannten mich „Es“ von Dave Pelzer

KlappentextEs:
Das Trauma einer Kindheit: Dave wird von der eigenen Mutter gequält und mißhandelt. Von blauen Flecken übersät und halb verhungert, fällt der Junge auf, weil er Mitschülern das Pausenbrot stiehlt. Bis seine Lehrer es wagen, gegen die Mutter einzuschreiten, vergehen Jahre. Es gelingt ihm, sich aus der Hölle zu befreien. Ein erschütternder Bericht, geschildert aus der Perspektive des kleinen Jungen, der uns alle mit der Frage konfrontiert, wie lange man die Augen vor elterlicher Gewalt verschließen darf.


„Du hast mein Leben zur Hölle gemacht…jetzt ist es an der Zeit, dass ich dir zeige, was die Hölle ist, keifte sie.“ (Seite 27)

Mein Fazit
Das Buch ist bereits aus dem Jahr 2000, aber nicht weniger wert ihm Beachtung zu schenken. Denn mehr denn je ist Kindesmisshandlung ein so großes Thema in unserer „ach so heilen Welt“.

Stundenlang in der eiskalten Badewanne liegen zu müssen, sein eigenes Erbrochenes zu essen, da Dave sonst verhungern würde, Zeitungspapier in der Garage seine kuschlige Bettdecke ersetzt – sind nur ein kleiner Auszug der Folterungen seiner kranken sadistischen Mutter.

Ich war müde und hakte einen Tag auf dieser erbärmlichen Welt nach dem anderen einfach nur noch ab.“ (Seite 81)

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Rezension: Kleine Schwester von Martina Borger & Maria Straub

Klappentext:Kleine Schwester
Es war alles so schön geplant: Die Jessens wollen dem fünfjährigen Heimkind Lotta ein neues Zuhause geben – und mit ihr endlich eine ‚richtige‘ Familie werden. Doch mit dem Einzug von Lotta, Lillys „kleiner Schwester“, beginnt eine Katastrophe, die unerbittlich auf ein erschreckendes Ende zusteuert. Nur die zwölfjährige Lilly versucht im letzten Moment, die Tragödie abzuwenden…


Mein Fazit
Ich blicke sehr nachdenklich in den Garten und bin erschüttert.

Die kindliche Sprache, die Gedanken des Kindes (das Buch wird aus der Sicht der 12jährigen Lilly geschrieben), hin- und her gerissen zu sein zwischen den geliebten Eltern und der kleinen Lotta haben mich sehr ergriffen. Ich glaube leider, dass dies kein Einzelfall ist.

Mir fiel sofort der Fall Kampusch oder Fritzl ein, obwohl es in dem hier genannten Buch um die Gefangenschaft als um die Gewalt ging, die jedoch abscheulich genug ist.

Das Buch berührt und lässt mich mit einem Kloß im Hals zurück.

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Titel: Kleine Schwester
Autorinnen: Martina Borger und Maria Elisabeth Straub
Seiten: 224
Verlag: Diogenes
ISBN:
978-3257233902