Rezension: Anklage von John Grisham (Hörbuch)

Klappentext:
GrishamSamantha Kofer, ambitionierte Anwältin bei einer der größten Kanzleien in New York, wird kurz nach dem Untergang der US-Investmentbank Lehman Brothers von ihrem Job freigestellt. Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen, die von einem auf den anderen Tag auf der Straße stehen, bietet man ihr einen Deal an: Wenn sie für ein Jahr ohne Gehalt bei einer Non-Profit-Organisation arbeitet, behält sie ihren Job. So verschlägt es Samantha nach Brady, einem kleinen Ort in den Bergen Virginias, wo sie bei einer Beratungsstelle für kostenlosen Rechtsbeistand anheuert.

Anfangs noch etwas unbeholfen in der ungewohnten Umgebung, entwickelt Samantha bald ein Gespür für die Nöte der Einwohner Bradys. Menschen, die auf den umliegenden Kohlefeldern jahrelang Schwerstarbeit geleistet haben und nun, ausgebrannt oder erkrankt, von den Kohleunternehmen im Stich gelassen werden. Der tragische Fall eines Arbeiters, der von Elend und Krankheit so gezeichnet ist, dass ihm nur noch wenige Monate zu leben bleiben, lässt Samantha schließlich über sich hinauswachsen. Gemeinsam mit einem befreundeten Anwalt nimmt sie den Kampf gegen die Kohlemagnaten auf und schreckt auch dann nicht zurück, als ihr Leben akut bedroht wird.


Mein Fazit
Die Geschichte ist ausführlich und im vollen Umfang schon im Klappentext beschrieben, mehr gibt es dazu nicht zu sagen, sodass ich nur auf die Umsetzung kurz eingehen möchte.

Ich las früher die Romane von John Grisham mit Hochgenuss, wie z. B. die Jury, der Partner, die Bruderschaft oder gar die Verfilmung von ‚Die Firma‘ mit Tom Cruise. Nach Jahren der Grisham-Abstinenz schnappte ich mir vor zwei Jahren Charles Brauers Stimme erneut mit ‚Der Komplott‘ – sehr gut.

Jedoch ‚Anklage‘ ist trocken, spannungslos und zäh. Die Charaktere sind mir zu oberflächlich und unnahbar. Die Story nimmt leider keine Fahrt auf und das Ende war irgendwie auch vorhersehbar und nicht spektakulär.

Die unverkennbare Stimme von Charles Brauer gehört für mich zu einem vorgelesenen John Grisham wie Spekulatius zu Weihnachten. Doch die Geschichte ist leider so langweilig wie eine vertrocknete Kirsche (im Mon Cheri).

2

Hörprobe

Seiten: 512 (Hörbuch: 3 mp3-CDs, Laufzeit: 17h 19)
Erscheinungsdatum: 2. März 2015
Verlag:
Heyne
ISBN: 978-3-8371-2481-1 (19,99 € Hörbuch)

 

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Rezension: Prinzessin von John Aysa

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Die Welt ist zum Teufel gegangen und die Überlebenden haben den Mantel der Zivilisation abgelegt. Mord, Kannibalismus und Gewalt in allen Formen beherrschen den Alltag. Die Umwelt ist heimtückisch und das Leben als gefährlich zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Die Frau, die sich She nennt, streift durch diese Welt, hat ein Ziel vor Augen und lässt sich durch nichts davon abbringen, dieses Ziel zu erreichen. Auch nicht durch den Gottchirurgen, der eine neue Weltordnung unter seiner Führung anstrebt und brutalste Handlanger auf die Menschen loslässt, um seinen Willen durchzusetzen. Aber auch She kennt weder Gnade noch Rücksicht, wenn man ihr in die Quere kommt…


„Frank zuckte, fiel auf die Erde, pisste und schiss sich an, verreckte, während ihm Blut und Hirnmasse aus der Augenhöhle tropften.“

Mein Fazit
Eine Frau geht ihren Weg. She. À la Resident Evil. Sie will entweder Sex oder morden, nur selten hat sie fraulich-sehnsüchtige Gedanken. Das Buchcover trifft sie wie die Faust auf’s Auge, obwohl diese Art von Gewalt weit untertrieben und harmlos ist. Koks, Heroin und Pillen, all die Dinge, die high machen, sind in der zerstörten, stinkenden Welt heiß begehrt. Die Welt ist zugrunde gegangen. Endzeit. Mord und Totschlag, Vergewaltigung sind an der Tagesordnung. Ein reines Gemetzel.

Worte wie „Rotzspritzen“, „glitschige Schleimsoße“, „Mösenfürzen“ und viele andere Worte sind nur der Anfang vom Beginn. Gegenteiliger kann es nicht sein, wenn man dann ein so süßes Wort wie „Piepmatz“ liest.

Was für ein fäkaler Schei…, im wahrsten Sinne des Wortes. So viel und so oft habe ich das fäkale Wort noch nie zuvor in einem Buch gelesen. Aber einmal ist ja immer das erste Mal.

Trotz der 199 Seiten, war mir die Geschichte zu langatmig, zog sich zu sehr in die Länge. Monotonie, irgendwie immer das Gleiche mit Blut, Fäkalien, Dreck und abschlachten, ließen mich das Buch einige Zeit weglegen. An sich gefiel mir die Sprache und der Schreibstil, aber diese ständigen Fäkalwörter, waren einfach zu viel des Guten.

Der Hinweis auf der Rückseite des Buches – Strengstes Jugendverbot – sollte nicht ignoriert werden. Denn an einigen Stellen ist die Abartigkeit nicht zu übertreffen. Am Ende des Buches befindet sich eine 10-seitige Bonus-Story: Killer-Ich.

3

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Leseprobe
Titel:
Prinzessin
Autor: John Aysa
Seiten: 199
Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Verlag:
mkrug
ISBN: 978-3-944948-04-1 (€ 9,95)