Rezension: Die Zucht von Andreas Winkelmann

KlappentextZucht.
Nur fünf Minuten hat Helga Schwabe ihren Sohn aus den Augen gelassen. Einen unaufmerksamen Moment lang. Und in diesem Moment ist er verschwunden.
Als fielen Hauptkommissar Henry Conroy die Ermittlungen in diesem Fall mutmaßlicher Kindesentführung nicht schon schwer genug, muss er sich auch noch mit einer neuen Kollegin herumschlagen. Vorlaut, frech, selbstbestimmt – das ist Manuela Sperling. Aber sie hat einen guten Riecher. Und bald stoßen die beiden auf eine Spur, die zu einem einsamen, verfallenen Gehöft im Niemandsland an der Grenze zu Tschechien führt, auf dem illegal Hunde gezüchtet werden…


„Menschen liebten Macht, und wer sonst keine hatte, der übte sie eben über Tiere aus. Das war simpel und feige, im Sinne der Tierquälerei aber effizient und befriedigend“. (Seite 33)

Mein Fazit
Wenn Hunde, die aussehen wie ein Wollknäuel – kuschlig und süß, auf Menschenfleisch abgerichtet sind, bekommen die Worte „der will doch nur spielen“ einen ganz anderen Beigeschmack.

Kommissar Conroy ein Stinkstiefel, der mit sich und seiner Umwelt unzufrieden ist. Seine neue Kollegin Frau Sperling tickt ganz nach meinem Geschmack, direkt, offen und ehrlich, nennt sie Dinge beim Namen ohne Umschweife.

Tierschutz ist für mich eine große Herzensangelegenheit. Welpenhandel aus dem Ausland somit ein absolutes No Go. Aber sie sollen doch klein, knuffig und süß sein, natürlich nichts kosten und gesund sind sie selbstverständlich auch! Während unsere Tierheime voll sind mit traurig guckenden Braunäuglein, aber nein…billig müssen sie sein. Ein wunder Punkt, den der Autor bei mir getroffen hat.
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