Rezension: 7 Tage der Rache von Patrick Senécal

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Bruno Hamel ist 38 Jahre und Chirurg. Er wohnt mit seiner Frau Sylvie und der sieben Jahre alten Tochter Jasmine im eigenen Haus. Wie viele glückliche Menschen führt er ein unauffälliges Leben. Bis Jasmine an einem schönen Herbstnachmittag vergewaltigt und getötet wird.

Nach diesem Ereignis zerfällt Brunos Leben.

Als der polizeibekannte Kinderschänder gefasst wird, lässt Bruno ihn bei einem Transport kidnappen. Bruno will ihn für seine Tat sieben Tage lang büßen und leiden lassen, dann soll er sterben.

Sieben Tage Rache. Sieben Tage Folter. Sieben Tage, in denen das Opfer zum Täter und der Täter zum Opfer wird … Ein erschütternder Rache-Thriller von konsequenter Härte.


„Von allen Papas auf der Welt ist meiner der beste!“ (Seite 51)

Mein Fazit
Dieser Satz von der eigenen Tochter ist für jeden Papa (natürlich auch jede Mama) Balsam für die Seele, Lebenselixier.

Doch dann wird Deine Tochter ermordet und übel zugerichtet aufgefunden. Den Mörder bekommst Du in die Finger. Handelst Du jetzt noch voller Vernunft und Menschenverstand? Vermutlich nicht.

Und genau dieser Gewissenskonflikt, die Trauer und Leere in Dir, machen das Buch so hochemotional. Zum einen hast Du vollstes Verständnis für den Vater, der den Mörder seiner Tochter quält, verstümmelt und sein Sterben leidlich hinauszögert. Weiterlesen

Rezension: 5150 Das Haus des Wahnsinns von Patrick Senécal

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Nach einem Sturz mit dem Fahrrad will der Student Yannick im Haus 5150 eigentlich nur um Hilfe bitten. Doch als er Schreie aus dem ersten Stock hört, wird er von dem Sadisten Jacques Beaulieu und dessen Familie gefangengenommen, damit er ihr Geheimnis nicht verrät.
Gequält und gefoltert ist Yannick jetzt dem Wahnsinn der ganzen Familie ausgeliefert.

Weil er kein »Böser« ist, dürfen sie Yannick nicht einfach so töten, also muss er sich mit dem Vater in einer Partie Schach messen. Der Einsatz: Yannicks Leben.
Der erste Zug ist gemacht, doch welche Pläne sein Peiniger wirklich verfolgt, erkennt der Junge im Verlauf seines Martyriums erst nach und nach …


„Schach. Die weißen Figuren sind meine Armee, die Armee der Gerechtigkeit! Und ich gewinne jedes Mal gegen die schwarze Armee, die Ungerechten! Der Umstand, dass ich immer gewinne, beweist die Korrektheit meiner Annahmen!“ (Seite 154)

Mein Fazit
Im Tagebuch-Stil erzählt Yannick wie alles begann, sich seine Gefangenschaft entwickelt, von seinen Fluchtversuchen, seinem Überlebenskampf und wie er zum besessenen Schachspieler wird.

Maude, die Ehefrau, so eine liebe Mutti, Gott so unendlich ergeben und leider auch ihrem Mann. Durch ihre tagebuchähnlichen Erzählungen bekommt man tiefe Einblicke, wie sie gottergeben aufwuchs und mit Jacques alles seinen Lauf nahm. O Herr, vergebe ihr (und mir) für so viel Gottgerede. Weiterlesen