Rezension: Sag Onkel von Greg F. Gifune (#26)

Klappentext:
Andy und Angela wurden von ihrem Onkel immer vor allem Übel dieser Welt beschützt. Onkel war ein guter Mensch. Onkel half den Kindern. Onkel wusste immer, was zu tun war. Doch als sie älter werden, ist es für die beiden sehr schmerzhaft, zu verstehen, dass Onkel selbst böse sein muss, um das Böse zu bekämpfen …


Mein Fazit:
Vermutlich ist es ein lyrisches Meisterwerk, die Sätze sind sehr bedacht formuliert, doch für mich leider zu lang und stellenweise kompliziert. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich wieder zurück an den Satzanfang ging und erneut den Satz lesen musste. Man muss sich auf das Buch wirklich einlassen. Man darf nicht erwarten, wie ich es vom Titel her tat und zudem vom Festa Verlag ist, dass das Buch böse und verstörend ist, nein, falsch gedacht. Es ist ohne jegliche Spannung, kommt absolut ohne Blut und Brutalität aus. Es erzählt davon, wie ein schlimmes Ereignis eine Familie in Schweigen hüllt und niemals wieder ein Wort darüber verloren wird. Es wird darüber geschwiegen, denn Onkel hat sich darum gekümmert, wie immer, denn Onkel hilft ihnen immer. Jedoch lässt Andy, aus deren Sicht die Kurzgeschichte auch geschrieben ist, dieses Erlebnis nicht los. Er erzählt zum einen aus der Heute-Perspektive und zum anderen von damals, vor 20 Jahren. Die Charaktere werden sehr tiefgründig dargestellt, allerdings zum Leidwesen der Spannung und am Ball-bleiben-wollen.

Ich habe mir vom Cover und dem Titel mehr versprochen. Gehofft, dass auf den nur 196 Seiten noch ein Höhepunkt kommen wird, doch habe ich vergebens darauf gewartet. Es wird oft als melancholisch und düster beschrieben. Das bin ich nun auch, weil ich mir so viel mehr vom Buch versprochen hatte. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung.

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Leseprobe
Titel:
Sag Onkel
Autorin: Greg F. Gifune
Seiten: 220
Erscheinungsdatum: 1. November 2011
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 978-3865521248

 

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