Rezension & Verlosung: Das böse Kind von Sabine Kornbichler (Band 3)

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Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmt hatte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint.


„Bei Ärzten geht es darum, Leben zu retten. Bei Nachlassverwaltern ist es dafür doch längst zu spät.“ (Seite 111)

Mein Fazit
Sechs flache Steine übereinander gestapelt, haben Macht über die Angst einiger Frauen. Aufgestellt in deren Vorgärten dürfen diese nie umfallen, dafür haben sie zu sorgen, weil ER sonst wiederkommt, ER, der nachts in Wohnungen alleinstehender Frauen einbricht und sie vergewaltigt. Weiterlesen

Rezension: Still von Zoran Drvenkar

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Wenn die Seen schweigen, kommt der stille Tod. Ein Mann, der seine Tochter sucht und dabei seine Identität verliert. Ein Mädchen, das seit sechs Jahren reglos aus dem Fenster schaut und darauf wartet, dass ihr jemand den Schlüssel zu ihrer Erinnerung bringt. Vier Männer und eine Mission, die aus Hunger und Disziplin besteht und keine Opfer scheut. Ein Winter in Deutschland, ein See im Wald und Schatten, die sich unter dem Eis bewegen.


„Liebe ist, wenn du die bedeutenden Momente deines Lebens mit einem Messer aus deiner Erinnerung schneidest, mit Benzin übergießt und anzündest.“ (Seite 57)

Mein Fazit
Ein Buch mit wenigen Worten auf dem Papier und doch so vielaussagend. Denn der Autor braucht nicht vieler Worte um ein Gedankenchaos und bedrückende Vorstellungskraft in einem auszulösen.

Jäger und Beute. Kleine, junge Kindergejagte.
Vier Männer, die meinen, die Kinder dieser Welt gehören ihnen.
Ein verzweifelter Vater auf der schier endlosen Suche nach seiner vor Jahren entführten Tochter.
Eine kleine Kinderseele, gefangen in ihren Erinnerungen in einem tristen Zimmer mit starrem Blick aus dem Fenster. Sie schweigt. Sie schläft unter dem Bett. – Es zerreißt einem das Herz. Weiterlesen

Rezension: Die Stimme des Vergessens von Sabine Kornbichler (Band 2 – Kristina Mahlo-Reihe)

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Als die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo das Haus des verstorbenen Albert Schettler betritt, sind die Zeichen seiner Paranoia unübersehbar. Die Türen sind mehrfach gesichert, alle Fenster vergittert. In einem Brief, den er hinterlassen hat, steht, jemand werde versuchen, an den brisanten Inhalt seines Bankschließfachs zu gelangen. Kristina hält das für Verfolgungswahn, doch dann werden die Unterlagen tatsächlich gestohlen. War Schettlers Angst begründet? Kristinas Recherchen bringen ungeahnte Wahrheiten ans Licht …


„Mir ist es wichtig, den Toten gerecht zu werden. Wenn ich ihre letzten Wünsche nicht ernst nehme, kann ich meinen Job gleich an den Nagel hängen.“ (Seite 26)

Mein Fazit
Eine verworrene und verstrickte Geschichte. Von einem zum anderen, aber weg vom eigentlichen Hauptfall, um dann doch wieder mit irgendwem in Verbindung zu stehen. Sie sagen häh? Genauso ging es mir auch. Aber trotzdem gut gemacht. Weiterlesen

Rezension: Krank von Wrath James White und Jesus F. Gonzales (Festa Extrem)

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Ihr ganzes Leben lang hat Adelle Smith anderen Menschen geholfen und sich für die Bürgerrechte eingesetzt. Dafür wird sie öffentlich geehrt.
Kurz darauf erleidet Adelle einen Schlaganfall. Nahezu gelähmt und nicht mehr fähig zu sprechen, benötigt sie nun selbst Hilfe.
So gerät die alte Frau in die Obhut einer rabiaten Krankenpflegerin. Weil die in einer armen Familie eine traurige Kindheit erlebte, soll die Kranke dafür büßen …
Ja, Adelle braucht Hilfe. Schnell!
Doch sie kann es ja niemandem sagen!


„Jeder ist der Held seiner eigenen Geschichte. Niemand ist ausschließlich böse. Selbst der hasserfüllteste, rassistischste Hinterwäldler im Süden glaubt tief in seinem Herzen, dass das, was er tut, rechtens ist.“ (Seite 65/66)

Mein Fazit
Wenn Pflegepersonal abstumpft, haben die Bedürftigen nicht mehr viel zu lachen. Abfertigung unter Zeitdruck. Nur das machen, was die Krankenkasse zahlt.

Die sadistische Pflegerin Natsinet lässt ihre Patientin Adelle stundenlang in ihren Ausscheidungen liegen – Zeitmangel? Nein. Sondern sie foltert aus Freude den hilflosen gelähmten Körper. Weiterlesen

Rezension: Schuld bist du von Jutta Maria Herrmann

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Diese mit Blut an eine Fensterscheibe geschmierte Botschaft findet der Journalist Jakob Auerbach in seiner leergeräumten Wohnung vor, als er von einer Dienstreise zurückkehrt. Von seiner Frau Anne und der kleinen Tochter Mia fehlt jede Spur. Auf der Suche nach ihnen hetzt er durch die nächtlichen Straßenschluchten von Berlin, ohne zu ahnen, dass er selbst der Gejagte ist.


„Niemand, denke ich, niemand darf das Recht für sich in Anspruch nehmen, über einen anderen Menschen zu richten.“ (Seite 280)

Mein Fazit
Nach ihrem ersten tollen Buch „Hotline“ war ich sehr gespannt auf Nummer 2. Was vielversprechend beginnt, ist nach kurzer Zeit nur noch verworren und durcheinander. Ein reines Wirrwarr. Zudem hatte ich meine Mühe am Ball zu bleiben. Weiterlesen

Rezension: 7 Tage der Rache von Patrick Senécal

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Bruno Hamel ist 38 Jahre und Chirurg. Er wohnt mit seiner Frau Sylvie und der sieben Jahre alten Tochter Jasmine im eigenen Haus. Wie viele glückliche Menschen führt er ein unauffälliges Leben. Bis Jasmine an einem schönen Herbstnachmittag vergewaltigt und getötet wird.

Nach diesem Ereignis zerfällt Brunos Leben.

Als der polizeibekannte Kinderschänder gefasst wird, lässt Bruno ihn bei einem Transport kidnappen. Bruno will ihn für seine Tat sieben Tage lang büßen und leiden lassen, dann soll er sterben.

Sieben Tage Rache. Sieben Tage Folter. Sieben Tage, in denen das Opfer zum Täter und der Täter zum Opfer wird … Ein erschütternder Rache-Thriller von konsequenter Härte.


„Von allen Papas auf der Welt ist meiner der beste!“ (Seite 51)

Mein Fazit
Dieser Satz von der eigenen Tochter ist für jeden Papa (natürlich auch jede Mama) Balsam für die Seele, Lebenselixier.

Doch dann wird Deine Tochter ermordet und übel zugerichtet aufgefunden. Den Mörder bekommst Du in die Finger. Handelst Du jetzt noch voller Vernunft und Menschenverstand? Vermutlich nicht.

Und genau dieser Gewissenskonflikt, die Trauer und Leere in Dir, machen das Buch so hochemotional. Zum einen hast Du vollstes Verständnis für den Vater, der den Mörder seiner Tochter quält, verstümmelt und sein Sterben leidlich hinauszögert. Weiterlesen