Rezension: Schuld bist du von Jutta Maria Herrmann

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Diese mit Blut an eine Fensterscheibe geschmierte Botschaft findet der Journalist Jakob Auerbach in seiner leergeräumten Wohnung vor, als er von einer Dienstreise zurückkehrt. Von seiner Frau Anne und der kleinen Tochter Mia fehlt jede Spur. Auf der Suche nach ihnen hetzt er durch die nächtlichen Straßenschluchten von Berlin, ohne zu ahnen, dass er selbst der Gejagte ist.


„Niemand, denke ich, niemand darf das Recht für sich in Anspruch nehmen, über einen anderen Menschen zu richten.“ (Seite 280)

Mein Fazit
Nach ihrem ersten tollen Buch „Hotline“ war ich sehr gespannt auf Nummer 2. Was vielversprechend beginnt, ist nach kurzer Zeit nur noch verworren und durcheinander. Ein reines Wirrwarr. Zudem hatte ich meine Mühe am Ball zu bleiben. Weiterlesen

Rezension: Du bist mein Tod von Claire Kendal

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Ein Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt: der Traum einer jeden Frau. Doch für Clarissa ist es ein Alptraum. Denn sie will seine Geschenke, seine Blumen, seine Nähe nicht. Nirgends ist sie mehr sicher. Er lauert ihr auf, Tag und Nacht. Aber keiner erkennt die Gefahr, selbst ihre beste Freundin nicht. Für alle anderen sieht es aus wie die große Liebe. Was sie auch macht, sie kann sich nicht wehren, er kommt ihr näher und näher.


„Gehen Sie nicht zur Polizei, solange Sie keine eindeutigen Beweise in der Hand haben. – Rechnen Sie damit, dass die Polizei nicht viel für Sie tun kann.“ (Seite 161)

Mein Fazit
Stalking – ein ernstzunehmendes Thema, welches in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen hat.

Kein Gang ohne Beobachtung und Verfolgung. Der Müll wird durchsucht. Das Altpapier nach Adressen von Familienangehörigen durchforstet. Das Opfer von Freunden zu isolieren, ist unter anderem das Ziel des Stalkers.

So ernst und schwerwiegend das Thema auch ist, konnte ich zur Protagonistin leider keine Nähe aufbauen, sie blieb für mich fremd und fern. Ihr Tagesablauf wurde wieder und wieder beschrieben, was mich nach gewisser Zeit langweilte. Weiterlesen

Rezension: Die Dreizehnte von John Everson

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Blutige Ritualmorde in den Kellergewölben hatten das Hotel Castle House einst in Verruf gebracht. Doch Jahrzehnte später, als man dort ein Sanatorium für Schwangere eröffnet, scheint der Fluch der Vergangenheit endlich besiegt zu sein. Aber dann verschwinden immer mehr junge Frauen aus den benachbarten Orten …

Die Suche nach seiner vermissten Freundin führt David Shale nach Castle House. Dort entdeckt er eine verwitterte Holztür, gekennzeichnet mit einem roten X. Als er sie öffnet, betritt David ein okkultes Reich voller sadistischem Sex und qualvollem Sterben …


Mein Fazit
Eine Rezension weniger Worte. Kurz & knackig.

Ein Radsportler à la Jan Ullrich fährt einem netten Mädel vor’s Auto. Oder sie fährt ihn an? Ich weiß es nicht mehr so genau. Auch egal, denn er mag sie, und findet sie toll. Doch dann ist sie verschwunden und er macht sich auf die Suche nach ihr. Wer suchet, der findet. Weiterlesen

Rezension: Schatteninsel von Marko Hautala

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Es scheint prächtig zu laufen in Jennis und Aarons Ehe. Aaron ist ein erfolgreicher Politiker, seine junge Ehefrau hat in ihrem aufgeweckten kleinen Sohn Miro ihre Lebensaufgabe gefunden. Da erhalten sie eine Einladung von Aarons erwachsenem Sohn Markus, einem Historiker, der, seit er bei einem Autounfall eine schwere Gehirnverletzung davongetragen hat, zurückgezogen auf einer einsamen Insel lebt.Die Zusammenkunft ist die letzte Chance auf Aussöhnung, denn Jenni war früher Markus’ Freundin, und die Heirat mit seinem Vater hat tiefe Gräben in die Familie gerissen. Von Anfang an steht das Familientreffen unter einem unheilvollen Stern. Zu spät erkennen Jenni und Aaron, in welcher Gefahr sie schweben …


„So spricht die Stimme des weltlichen Weisen, die noch prahlt und nicht verstummt, ehe die Flammen der Hölle -.“ (Seite 280)

Mein Fazit
Der Klappentext klingt wie: uhh ich könnte mich gruseln; was da wohl los ist auf der einsamen Insel. Fehlanzeige. Durchhalten und zwingen weiterzulesen sind eher angesagt. Denn die Geschichte zog sich und Spannung ist für mich etwas anderes. Ein Psychothriller ist das Buch meiner Meinung nicht.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, heute und 1697, wobei der Part von damals nicht so meins war. Ich fand es etwas überzogen, zu abstrus. Feuer. Viel Wasser. Tote werden lebendig, na gut, Geschichte oder Aberglaube eben.

Die Familienbeziehungen hätten an sich sehr spannend und interessant sein können, doch ob Aaron jetzt mit Jenni, die früher mit Markus und nun aber mit Ina und Lisa, welche die Mutter von Markus und Ina die Schwester von Jenni ist…ohjee. Alles etwas öde und trist.

Die eigentliche Story um den Sohn von Aaron und Jenni scheinen da nur Tropfen auf einem heißen Stein zu sein. Ein Kuss zwischen Markus und Jenni, der nach Haselnuss und Vanilleschote schmeckte, machen Lust auf einen gemütlichen Latte Macchiato mit dieser Geschmacksrichtung, aber nicht auf dieses Buch.

Im Großen und Ganzen war es einfach nicht mein Buch – aus den Augen aus dem Sinn. Schade.

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Kauflink TB & Leseprobe: Schatteninsel
Kauflink ebook: Schatteninsel

Seiten: 304
Erscheinungsdatum: 01.03.2013
Verlag:
dtv
ISBN: 978-3-423-21426-1 (€ 9,95 Taschenbuch)

Rezension: GOON von Edward Lee & John Pelan (Festa Extrem)

Klappentext:Goon
Goon ist auf Wrestling-Tour – und Leichen liegen wie Müll am Wegesrand.

Goon ist ein Gigant. Eine Kampfmaschine im Wrestling-Ring. Ein maskiertes Monster aus Muskeln und Samensträngen. Und offenbar ein Serienkiller, der seine weiblichen Fans vergewaltigt und verstümmelt. Davon ist zumindest Polizeiermittler Philip Straker überzeugt.
Auch die Reporterin Melinda Pierce ist hinter Goon her. Indem sie sich den Wrestlern als willige Ringratte zur Verfügung stellt und Wünsche erfüllt, die sogar einen Porno-Star kotzen lassen würden, will sie der Bestie in Menschengestalt näherkommen …


„Ein paar drahtige Haare sprossen aus den Poren von Brustwarzen, die aussahen wie plattgetretene Dattelpflaumen.“

Mein Fazit
Ein kleines Wrestling-Lexikon, dieser kleine 155-Seiten-Schmöker, was? Ich habe ein Paar für mich unnütze Sachen über’s Wrestling gelernt…hey, was will Frau mehr ;-)

Da wären die Heels und Faces, also die Bösen und die Guten, den Belly to Belly Suplex, den Splash, den Bodyslams und natürlich, der Dropkick. All‘ diese tollen Begriffe für Schläge, Tritte oder Sprünge vom obersten Seil wurden mir für mein weiteres Leben mit auf den Weg gegeben.

Nein mal ehrlich. Meiner Meinung war dieses Buch das bisher schlechteste aus der Festa-Extrem-Reihe. Da ich Extremes erwartete und leider „nur“ mit ein paar Sexszenen und arm-bein-augenlosen Leichen abgespeist wurde (ich bin noch normal – aber was ist schon normal?).

Der unkaputtbare Wrestler GOON, verehrt, gefürchtet und so cool wie eine Tiefkühltasche. Der mit einer Dauererektion behaftete Polizist Straker und die reizende blonde und langbeinige Melinda. Sie bilden ein Gespann der Extraklasse aus Sex, Wrestling und Masturbation.

Lieber Herr Lee und Herr Pelan, das haben Sie z. B. mit Muschelknacker schon besser gemacht. Obwohl beim Ende muss ich sagen, cool, unerwartet und überraschend. Trotzdem leider nur

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Kauflink ebook: GOON

Leseprobe
Titel:
GOON
Autoren:
Edward Lee & John Pelan
Seiten: 160
Erscheinungsdatum: 6.12.2014
Verlag: Festa (Extrem Band 10)
ISBN: keine (Privatdruck)

Rezension: Sag Onkel von Greg F. Gifune (#26)

Klappentext:
Andy und Angela wurden von ihrem Onkel immer vor allem Übel dieser Welt beschützt. Onkel war ein guter Mensch. Onkel half den Kindern. Onkel wusste immer, was zu tun war. Doch als sie älter werden, ist es für die beiden sehr schmerzhaft, zu verstehen, dass Onkel selbst böse sein muss, um das Böse zu bekämpfen …


Mein Fazit:
Vermutlich ist es ein lyrisches Meisterwerk, die Sätze sind sehr bedacht formuliert, doch für mich leider zu lang und stellenweise kompliziert. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich wieder zurück an den Satzanfang ging und erneut den Satz lesen musste. Man muss sich auf das Buch wirklich einlassen. Man darf nicht erwarten, wie ich es vom Titel her tat und zudem vom Festa Verlag ist, dass das Buch böse und verstörend ist, nein, falsch gedacht. Es ist ohne jegliche Spannung, kommt absolut ohne Blut und Brutalität aus. Es erzählt davon, wie ein schlimmes Ereignis eine Familie in Schweigen hüllt und niemals wieder ein Wort darüber verloren wird. Es wird darüber geschwiegen, denn Onkel hat sich darum gekümmert, wie immer, denn Onkel hilft ihnen immer. Jedoch lässt Andy, aus deren Sicht die Kurzgeschichte auch geschrieben ist, dieses Erlebnis nicht los. Er erzählt zum einen aus der Heute-Perspektive und zum anderen von damals, vor 20 Jahren. Die Charaktere werden sehr tiefgründig dargestellt, allerdings zum Leidwesen der Spannung und am Ball-bleiben-wollen.

Ich habe mir vom Cover und dem Titel mehr versprochen. Gehofft, dass auf den nur 196 Seiten noch ein Höhepunkt kommen wird, doch habe ich vergebens darauf gewartet. Es wird oft als melancholisch und düster beschrieben. Das bin ich nun auch, weil ich mir so viel mehr vom Buch versprochen hatte. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung.

2Kauflink Tb: Sag Onkel
Kauflink ebook: Sag Onkel

Leseprobe
Titel:
Sag Onkel
Autorin: Greg F. Gifune
Seiten: 220
Erscheinungsdatum: 1. November 2011
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 978-3865521248