Rezension: Racheherbst von Andreas Gruber (Band 2)

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Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden …


„Skorpione. Bei Tageslicht verkrochen sie sich und blieben mystisch im Verborgenen, aber nachts kamen sie heraus. Sie waren nur bei Dunkelheit zu sehen – wie auf seinem Körper.“ (Seite 221)

Mein Fazit
Ich wusste gar nicht, dass es Tätowierungen gibt, die man bei Tageslicht nicht sieht, im Dunkeln jedoch leuchten. Das Rezept dazu gibt es hier (im Buch): Menschenblut, Antigerinnungshemmer, Phospor und Tätowierfarbe…alles gemischt, abrakadabra und ab zum Tätowierer deines Vertrauens. Das dafür jedoch einige Menschen sterben müssen, ist dann nicht mehr so originell.

Nach langem war das mal wieder ein Buch mit einem Ermittler, Walter Pulaski, alleinerziehend in Leipzig, Asthmatiker und kennt sich mit Skype aus. Sympathisch. Passend dazu Anwältin Evelyn Meyers, Strafverteidigerin in Wien und Katzenmutti. Der eine jagt, die andere verteidigt.

In diesem Buch wird deutlich, dass Ärzte nicht immer die „Götter in Weiß“ sind. Ihr Wissen, gewisse Knöpfchen zu drücken, in diesem Fall Wirbel zu brechen, um eine Lähmung halsabwärts auszulösen, setzt hier ein Doc gekonnt ein.

Fesselnd. Seitenumblättergarantie. Spannend. Sprache die nur so flutscht. Fans von Andreas Winkelmann, Martin Krist und Co. werden auch Gruber mögen. Klare Leseempfehlung!

P.S. Auf dem Bild ist eine Tätowiermaschine zu sehen. Phospor in Tätowierfarbe ist in Deutschland übrigens verboten zudem auch giftig bzw. gesundheitsgefährdend.
Teil 1 heißt Rachesommer (wurde von mir noch nicht gelesen).

5

512 Seiten
Verlag: Goldmann
Ersterscheinung: 14.09.2015
ISBN: 978-3-442-48241-2 (9,99 €)
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