Rezension: Der Mann, der sich in die Zebrafrau verliebte von Peter Teuschel

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Was ist schon normal? Eine lebenslustige Nonne, die von ihrem Orden für verrückt erklärt wird. Ein Spieler, der sich nur innerhalb seiner vertrauten Spielwelt therapieren lässt. Eine Frau, die vergisst, dass sie verheiratet ist – und ihren Ehemann für einen Serienkiller hält. Peter Teuschel ist Psychiater mit eigener Praxis. Zu ihm kommen Menschen, die oberflächlich betrachtet ganz normal wirken, deren Seelenleben aber empfindlich aus dem Gleichgewicht geraten ist. Einfühlsam und mit überraschenden Wendungen erzählt Teuschel von den Untiefen der menschlichen Psyche.

Geschichten über Menschen zwischen Wahn und Wirklichkeit


„Gerade in einer therapeutischen Beziehung ist der Blick in die Augen des Gegenübers wie ein seelischer Lichtbogen, der mehr als alle Worte eine der entscheidendsten Botschaften an den Patienten transportiert: Du bist nicht allein.“

Mein Fazit
Ein paar sehr interessante und auch schöne Geschichten, die Herr Teuschel da zu Papier gebracht hat. Ein mit Füller schreibender Psychiater, der eigentlich Internist werden wollte, was ja auch irgendwie mit dem Inneren zu tun gehabt hätte. Jedoch fand er den Weg zur Psychologie und wurde schließlich Psychiater.

Da ist der Herr Meiringer, seit 30 Jahren im Altenheim, der jedoch mit David Bowie einiges gemeinsam hat. Oder die kleine blonde Griechin Niki, die vergessen hat, dass sie seit 10 Jahren verheiratet ist. Aber herausragend ist der in der World of Warcraft lebende ‚Tyrannotyson‘, eigentlich P. Dambach, mit dem Peter Teuschel gemeinsame Chat-Sitzungen im „Gasthaus von Goldshire“ (= Ort in diesem Spiel) abhielt. Das sind nur 3 von 8 tollen Geschichten aus dem Berufsleben vom Psychiater erwähnt.

Leider stolperte mein Gehirn und ich über den bayerischen Dialekt in zwei, drei Fällen. Sicher mag es auch dafür kleine weiße Pillchen geben. Das kann mal ganz nett sein, und für andere auch witzig, doch für mich war es ein wenig to much und störte an diesen Stellen etwas den Lesefluss.

Sympathisch. Mitfühlend und herzlich erzählt. Auch für Nicht-Fachleute verständlich geschrieben. Jede Erzählung umfasst ca. 30 Seiten und ich wünsche mir, dass es ein weiteres Buch mit (wahn-) witzigen Erzählungen geben wird, bei dem ich dann wieder in zweiter Reihe (mit Popcorn) hinter dem Patientensessel Platz nehmen darf.

5

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Leseprobe
Titel:
Der Mann, der sich in die Zebrafrau verliebte
Autor: Peter Teuschel
Seiten: 256
Erscheinungsdatum: 14. November 2014
Verlag:
Ullstein extra
ISBN: 9783864930263 (€ 14,99)

 

Biografie Peter Teuschel

TeuschelPeter Teuschel, 54, ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach seiner Ausbildung in München und Augsburg war er einige Jahre Chefarzt der Fachklinik Inzell-Eck. Heute hat er eine eigene Praxis in München. Peter Teuschel ist verheiratet und hat zwei Söhne. Anregungen zum Schreiben findet Peter Teuschel in seiner Tätigkeit als Psychiater und Psychotherapeut. So entstanden Bücher über Mobbing am Arbeitsplatz und Bullying in der Schule. „Das schwarze Schaf“ greift ein Tabu-Thema auf – Ausgrenzung und Benachteiligung in der Familie. Und „Der Mann, der sich in die Zebrafrau verliebte“ ist einer der Menschen, die seinen beruflichen Weg kreuzten und über die er im gleichnamigen Buch erzählt. Peter Teuschel bloggt auf „Schräglage“ und betreibt das Forum „Die schwarze Herde“. Auf Twitter kann man ihm unter @peterteuschel folgen.

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