Gast-Rezension: MUC von Anna Mocikat (33) Endzeitroman

Da ich mich mit dem Thema ‚Endzeit‘ nicht identifizieren bzw. anfreunden kann, hat meine liebe Freundin Suse diese (Gast) Rezension übernommen. Das Foto hat sie übrigens selbst geschossen. Vielen lieben Dank dafür, Suse!

Klappentext:MUC-Bild-perfekt (2)
München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia. Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.


Die zivilisierte Welt ist zerstört. Ungefähr 10 % der Menschen haben überlebt. Alles Rothaarige. Außer Pia. Sie ist anders und wird daher nicht akzeptiert. Sie flieht aus ihrem Dorf in den Alpen und begibt sich auf eine gefährliche Reise auf der Suche nach ihrem Bruder und einer besseren Welt.

Unterwegs entdeckt Pia immer wieder für sie völlig neuartige Sachen aus der „alten Welt“. Wie gut müssen es die Menschen einmal gehabt haben? Sie hatten Strom und konnten damit all die wundervollen Geräte in Gang setzen, die jetzt völlig nutzlos über all verrotten.

Pia trifft auf eine Gruppe von Menschen, die auch auf der Reise nach MUC sind, auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie entdeckt neue Gefühle, lernt die Liebe kennen, Freundschaft, Familie, Zusammenhalt. Sie lernt zu kämpfen und ihr Talent, das Klettern, perfekt zu beherrschen. Letztendlich wird sie zur Überlebenskünstlerin und perfekten Diebin und kann so anderen helfen ebenfalls in der „abgefuckten“ Welt zu überleben. Denn leider entpuppt sich das hoch gelobte MUC als herunter gekommen, verdreckt und diktatorisch. Von ihrem Bruder fehlt jede Spur…

Suse’s Fazit
Das Buch beginnt düster und spannungsgeladen. Die ersten 200 Seiten habe ich förmlich verschlungen. Es ist eine gute Endzeitstory mit interessanten und gut durchdachten Charakteren. Das Ende ist (etwas) überraschend und die Autorin lässt Spielraum für eine Fortsetzung.

Obwohl es am Ende etwas holperig voran ging, ist MUC ein lesenswerter Roman, der auch als Jugendbuch geeignet erscheint. Er ist sozialkritisch und spiegelt auf eine interessante Art die aktuelle Lage in der Welt wieder.

4

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Leseprobe
Titel: MUC
Autorin: Anna Mocikat
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: Dezember 2014
Verlag: KNAUR
ISBN: 978-3-426-51540-2
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