Rezension: Hotline von Jutta Maria Herrmann

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Klappentext:
Keine Polizei – never ever. So lautet die unumstößliche Maxime der Beichthotline. Aber was tun, wenn eine Anruferin ankündigt, ihr neugeborenes Kind lebendig zu vergraben? Ein schlechter Scherz, konstatiert Chris, Initiator der Hotline, als seine Freunde und Kollegen statt einer Kinderleiche eine lebensgroße Puppe auf dem Friedhof ausgraben. Dann meldet sich die mysteriöse Anruferin erneut und verkündet, dies sei erst der Anfang …


„Der liebe Gott hatte wohl Durchfall, als er dich erschaffen hat“ (Sommersprossen)

Mein Fazit:
Man ist gleich zu Beginn des Buches mittendrin statt nur dabei. Eine Frau sitzt weinend vor der Tür ihres Verflossenen und will den genauen Grund für seine Trennung wissen. Und sie kann sehr böse werden.

Gleich das zweite Kapital gibt Einblicke in die Seele eines Menschen, dem nichts Gutes widerfahren ist.

Chris: Ideengeber und Hauptgründer der Beichthotline, ehemaliger Gothic-Fan und Psychologie-Experte
Konrad: Schlagzeuger einer Band, eher distanziert und unscheinbar
Paula: hochschwanger von Konrad, realistisch, sympathisch
Rick: Sommersprossenträger, sympathisch, menschlich und in Paula verliebt

All diese Menschen haben eines gemeinsam: Sie leben zusammen in einer WG. Eine großartige Idee der Autorin, mit der mein Kopfkino gleich online ging – riesengroße Altbauwohnung, hohe Decken, Oldschool Kronleuchter, große Ikea-Style-Küche, die immer Lebensmittelpunkt aller Bewohner für Austausch, Essen und Abendbierchen ist. Genug geschwärmt…die Vergangenheiten der Vier, könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein…

Die Autorin schafft es, durch ihren flüssig gut lesbaren Schreibstil, Spannung aufzubauen und mich von Anfang an im Buch mitzunehmen. Durch geschickt verstrickte Kombinationen, der Rückblick zu früheren Ereignissen und der Tiefgang bei den Charakteren, waren der Grund, dass ich das Buch innerhalb von zwei Abenden beendet habe. Der Gebrauch von Begriffen wie „Untermieter“ (für Paula’s Ungeborenes), oder „Entenbürzel“ (ich gebe zu, ich musste es googlen) haben mich so manches Mal zum Schmunzeln gebracht.

5

Nachtrag: Zur Rezension ihres 2. Buches „Schuld bist du“ (2016) geht es hier entlang.

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Leseprobe
Titel:
Hotline
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seiten: 331
Erscheinungsdatum: November 2014
Verlag:
Knaur
ISBN: 978-3-426-51456-6

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3 Kommentare zu “Rezension: Hotline von Jutta Maria Herrmann

  1. Eine sehr schöne Rezension die mich zum Kauf des Buches bewegt hat.

    Im Nachhinein kann ich sagen dass die Charaktere und der Schauplatz in der Rezension sehr gut beschrieben sind, ebenso wie die angedeutete Spannung.

    Ich konnte das Buch von Anfang an auch nicht mehr aus der Hand legen! :-)

    Gefällt 1 Person

  2. Das Buch hat mir auch sehr gut gefallen.
    Ich fand es sprachlich und inhaltlich sehr ansprechend. Vor allem war es endlich mal wieder ein Thriller, der ohne ein völlig “gestörtes“ Ermittlerteam auskommt und sich alleine dadurch schon von der Masse abhebt.

    Gefällt mir

  3. Pingback: Rezension: Schuld bist du von Jutta Maria Herrmann | Bücherfetischistin

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