Rezension: Abgeschnitten von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos (#28)

Klappentext:Abgeschnitten
Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter.
Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …


Mein Fazit:
Der Einspann beinhaltet schon zwei sehr nachdenkliche Zeitungsartikel in Bezug auf die Gerechtigkeit unseres Strafsystems. Zum einen erhält ein Vater, der gestand, seine Tochter in 282 Fällen missbraucht zu haben, eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung. Zum anderen wird ein Börsenbetrüger zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahre verurteilt. Und man fragt sich, wo ist das Gerechtigkeit?

Helgoland. Dorthin zog sich die gestalkte Comiczeichnerin Linda zurück, da sie einiges an Leid durch ihren Exfreund ertragen musste und nun hofft, den passenden Abstand auf der Insel zu finden. In der Hölle. Wo ein Mädchen in einem dunklen Kellerbau gesperrt ist und brutal missbraucht und zugerichtet wird. Berlin. Der dritte Handlungsort um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld, dessen Tochter Hannah entführt wurde. Die Suche nach ihr soll durch Hinweise in Leichen zu ihrem Aufenthaltsort führen. Dann gibt es da noch einen stinkreichen Praktikanten, der Porsche fährt, zu dem ich aber weiter keine Nähe aufbauen konnte , obwohl er keine so untergeordnete Rolle spielte. Und (nicht) zu vergessen den schwulen Hausmeister, Ender Mueller, in einer verlassenen Klinik, dessen ernsthafte Rolle in diesem Buch mir bisher ein Rätsel blieb. Nun ja.

Die Obduktionsbeschreibungen erinnerten mich an CSI, wie Leichen mit aufgesägtem Brustkorb auf dem kalten silberfarbenen Seziertisch liegen. Der „Einschlag“ des Rechtsmediziners Michael Tsokos ist also spürbar präsent.

Die Spannung im Buch hatte Höhen und Tiefen. Nicht immer fesselte mich das Buch und forderte zum Weiterlesen auf. Die Handlungen wirkten ab und zu ein wenig zusammengeschustert. Jedoch der Schreibstil von Fitzek ist unverkennbar angenehm und leicht zu lesen. Es gibt stärkere Werke von Fitzek, daher möchte ich hier nicht die volle Punktzahl geben. Zu empfehlen sei da „Die Therapie“ oder „Noah“. „Passagier 23“ befindet sich noch auf hoher See, wird aber bald in meinem Lese-Hafen anlegen.
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Leseprobe
Titel: Abgeschnitten
Autoren: Sebastian Fitzek & Michael Tsokos
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2013
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426510919

 

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2 Kommentare zu “Rezension: Abgeschnitten von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos (#28)

  1. Diesen Fitzek fand ich besonders interessant, da man ganz klar die Einflüsse von Tsokos rausfiltern konnte, da kann ich dir nur zustimmen. Tsokos lese ich ebenfalls sehr gerne, da ich mich sehr für Rechtsmedizin interessiere.
    Daher, wie sollte es anders sein, war “Abgeschnitten“ für mich ein absolutes Highlight. ;)
    Tsokos und Fitzek bilden ein super Team, von dem ich gerne mehr lesen würde.

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  2. Dieses Buch war wirklich spannend und lud zum raschen Weiterlesen ein. Besonders gut gefiel mir die Protagonistin Linda, die mit ihrer direkten Art diese Geschichte bereichert hat.
    Die Story bekommt am Ende noch mal eine ganz neue Wendung, was zur Folge hat, dass man auch die letzten hundert Seiten aufmerksam weiter liest.
    Alles in allem eine sehr gelungene Lektüre, die man sowohl am Nachmittag, als auch direkt vor dem schlafen gehen lesen kann, ohne Angst vor nächtlichen Albträumen.

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